»...den Weg des Herzens gehen und atemlos staunen...« »...Musik besitzt die Kraft uns zu verzaubern...« »...Schwingungen übertragen sich und fließen durch uns...« »...es klingt und tönt in uns und um uns herum...«
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Es ist dieser bestimmte Moment. Wenn alles klar und weit wird. Der Sprung ins Vertrauen braucht Mut sich über das bislang als möglich Geltende hinauszuwagen. Das Leben fordert dazu auf – immer wieder!

Vom Traum eines Teenagers im bayerischen Städtchen Miesbach zu weltweiten Live-Auftritten mit Band und jetzt zum eigenem Musikstudio in Frankreich – der Bretagne. Am Rande des Kontinents, wo Wind und Wellen sich an singenden Felsen reiben. Christopher Widmoser – jeder nennt ihn »WiD« – war schon als Kind von Ton und Klang fasziniert und wusste, dass die Musik sein Leben sein würde.

Mit 21 Jahren stand er auf internationalen Bühnen. Als Gitarrist der Barbara Dennerlein Band tourte er fast ein Jahrzehnt um die ganze Welt. WiD begeisterte das Publikum durch ungewöhnliche Farben und Nuancen die er der Gitarre entlockte; und dennoch war er mit der eigenen Leistung nicht zufrieden – immer »auf der Suche nach dem perfekten Ton«. Die Gründung seiner Band „Dreaming Boy“ war ein weiterer Meilenstein in der Lebensgeschichte von WiD. Mit eigenen Kompositionen und Arrangements, spielte er Konzerte in allen europäischen Ländern.

„Jazz-Musik war die Ausdrucksform für eine Weile. Das Auskosten eines Tuns, das seine eigene Zeit hatte. Es erfüllte mich jedoch nicht wirklich…,“ gesteht der Profi-Musiker. Der Rückzug aus dem Rampenlicht, um Raum für Bewusstsein zu schaffen, war daher unabdingbar…

Es folgten Jahre der Sinn-Findung. Neben dem Komponieren erfolgreicher Filmmusik und der Entwicklung von patentiertem Gitarren-Zubehör, wurde der Ausbau des eigenen Musikstudios zur Herausforderung und Berufung. In Zeiten des Wandels ist Pioniergeist gefragt und hier schlägt die Stunde des Autodidakten. Schon immer trieb ihn die unbegrenzte Neugier in neue Felder hinein, und die persönlichen Erfahrungen wurden zur Ausbildung, verliehen Wissen und Fertigkeiten.

„Ich konnte mir all das, was wirklich wichtig war für mein Leben, immer selber beibringen. Ungeregelte Erkenntnisfähigkeit hat den großen Vorteil, dass sie Lösungen findet, für die andere blind sind. Dabei waren die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten – nach heutigem Maßstab – mehr als dürftig. Aber vielleicht fordern genau solche Umstände eine freie Kreativität geradezu heraus, die sich ihren ganz eigenen Zugang zur Materie sucht,“ sinniert der Komponist und erinnert sich mit einem Schmunzeln an seine Kindheit: „Zwei abgenutzte Schallplatten, aus den Sammlungen meiner Brüder ausrangiert, formten mein ästhetisches Ansprechen auf Musik – als ich gerade mal zehn Jahre alt war. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich den Tonarm des DUAL-Plattenspielers mit zusätzlichen Gewichten ausstaffierte, um den kaum noch vorhandenen Rillen der alten Platten – HELP von den Beatles und NEFERTITI von Miles Davis – immer noch ein weiteres Mal die Schallwellen zu entlocken.“

In diesen jungen Jahren begann WiD Gitarre zu spielen, und im Laufe der Zeit sollten dann noch viele andere Instrumente dazukommen, die alle im Selbststudium erlernt wurden. Seine ersten Stücke, die er mit vierzehn Jahren für seine Schüler-Band komponierte, waren durch die endlos gehörten Melodien der Beatles und der sehr komplexen, melancholisch-abstrakten Töne von Miles Davis geprägt. Die jungen Band-Mitglieder waren Idealisten. Glaubten an die Musik die sich selbst genügt. Um überhaupt musizieren zu können, wurden klingende Gerätschaften kurzerhand selbstgebaut oder alte Instrumente wieder flott gemacht, mit Baufolie am Schlagzeug und Erbsen in der Snare-Drum.

Damals war Chet Baker eine Entdeckung für den 15-Jährigen und gleichzeitig offenbarte sich ihm die Wichtigkeit von Ton und Phrasierung. So begann die Suche nach dem perfekten Verhältnis von Melodie zum Takt, um lebendig rhythmische Strukturen zu konkretisieren. Das Forschen und Experimentieren führte WiD auf die Spur von Softjazz-Ikone Michael Franks, der zu seinem großen Vorbild wurde. „Ich liebe seine Musik mehr als alles andere“, schwärmt WiD und fügt hinzu: „Wir hatten nicht die Möglichkeiten uns umfassend zu informieren oder uns von der Vielfältigkeit der internationalen Musikszene inspirieren zu lassen. Um an bestimmtes Material heranzukommen brauchte es Ideenreichtum und Raffinesse – und eine Prise Glück für die entscheidende Entdeckung. Heute sind durch das Internet unbeschreiblich viele Optionen mit einem Klick sofort verfügbar…“.

Aber bedarf es überhaupt des Internets, der weiteren Optionen und vielseitigen (Ab)Lenkungen? Wer weiß…

…hier zeigt sich eine Lebensgeschichte die zu einer Entwicklung mit der richtigen Mischung aus Geschwindigkeit, Zeitlassen und Atemholen führte. Ein Atemholen das die Zeit rhythmisiert und sich damit selbst in sie einfügt. Und es wurde Zeit der inneren Quelle zu lauschen und jene einzigartige Musik in die Welt zu bringen. Klangphänomene. Dafür entstand das Musikstudio in der Bretagne – bei den singenden Felsen.

„In meinem Kopf klingt Musik. Eine Musik die sehr tiefe Emotionen erzeugen kann. Eine Musik die in eine andere Welt entführt“, beschreibt WiD. „Alles fügt sich, wenn wir mit unserem Innersten in Einklang sind.“

Mit Liquid Gold hat der Komponist ein Werk geschaffen, das unvergleichbar ist. Diese Musik trägt uns. Sie ist wie Sonnenlicht, es macht unsere Emotionen leichter und unser Denken klarer.

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Ihre Stimme ist suggestiv, warm und hoch emotional. Wenn Petra singt, dann hören ihr die Menschen zu.

Naturbegabt – lernte sie intuitiv das klangvolle Singen im Kreis der sehr musikalischen Familie. Gemeinsames Singen und Musizieren schafft eine Atmosphäre, die das kindliche Gehör für Musik empfänglich macht und fördert.

Musik muss man empfinden, in sich aufsaugen – sie wirklich zulassen. Diese Intensität erlebte Petra beim Chorgesang in der Musikschule, inmitten jenem vielstimmigen Meer des Wohlklangs. Die hohe Schule des Zusammenklangs, sensibilisiert und trainiert die zum Singen notwendige Muskulatur und erweitert den Stimmumfang. Der Funke der Ton-Faszination war durch die Magie des chorischen Singens entzündete – und hat sich im Laufe der Zeit zu einem kaum zu bändigenden, leidenschaftlichen Feuer ausgebreitet.

Petra kann sich noch gut an diese Zeit erinnern: „Diesen homogenen und einzigartigen Klang eines engagierten Ensembles zu erleben – quasi »von innen heraus« zu erfahren – prägte meine Wahrnehmung von musikalischem Klang nachhaltig. Die Kunst des Singens mit ihren feinen Nuancen wurde zur Maxime. Um authentisch zu singen, muss man in jedem Augenblick hellwach und präsent reagieren und durch mutiges Zeigen von Emotionen den Stimmklang formen. Die Musik muss sozusagen gelebt werden“.

Die zierliche Sängerin verfeinerte immer mehr, die innere Tonspannung, den sorgfältigen und bewussten Umgang mit der Atemmuskulatur und die dynamische Stimmgestaltung. Bei öffentlichen Chor-Konzerten sang sie eingeflochtene Soli – die pure Schönheit ihrer Stimme verzauberte die Zuhörer: sanft klingend, flirrend schwebend.

Eine Zeit des musikalischen Entdeckens folgte. Dinge ausprobieren und beobachten was Resonanz erzeugt. Viel Spielraum bot das Singen und mitwirken in Cover-Bands. Mit ihrem Wissen um fein arrangierte Stimmsätze, trug Petra bedeutend zur erfolgreichen Entwicklung der Bands bei und es zeigte sich ihr beeindruckender Stimmumfang. Chorstimme, Melodieparts und Hauptstimme – Petra füllte das Gesamtbild der Blues- und Rock-Covers mit interessanten Voicing-Arrangements wohlklingend auf. Das entscheidende »Erweckungserlebnis« lies nicht lange auf sich warten. „Bei einem Auftritt im Club hatte ich zum ersten Mal einen längeren Solopart zu singen. Genau in diesem Moment versagte mein Mikrofon. Die Bandmitglieder reagierten schnell und spielten ihre Instrumente leiser damit meine Stimme zu hören war. Und dann entstand diese unbeschreibliche Verbindung zum Publikum. Vielleicht durch diese unmaskierte Ehrlichkeit, die man hörte, sah und fühlte. Live-Musik ist besonders, sie trifft die Leute. Und wenn man von Herzen singt, kommt die Musik bei den Menschen an. Die Leute haben enthusiastisch reagiert und mitgesungen. Ein unvergesslicher Augenblick. Ich war durchpulst von Musik…“, erzählt sie und lächelt versonnen.

Ab diesem Auftritt wurde Petra als Frontsängerin verschiedener Bands gebucht und sie tourte durch Deutschland und Österreich. Ihre musikalische Hingabe, mit der sie selbst Cover-Versionen zu eigenen Songs werden lies, rührte die Zuhörer sichtbar und spürbar an.

Welche Kraft die Klangwelt haben kann, war eine Offenbarung für Petra. Ihr wurde klar, wer sich bewusst den Klängen hingibt, hat ein mächtiges Instrument in der Hand, um Negativität zu neutralisieren und Stagnationen zu heilen – Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die Sängerin wollte mehr erfahren, über die heilsame Symbiose von Stimme, Gesang, Bewegung und Atem. Um tiefer in die Verbindung mit der inneren Kraft zu gehen, verabschiedete sie sich von der öffentlichen Bühne und machte sich auf den Weg, verschiedene Bewegungs- und Entspannungsmethoden für sich zu entdecken. Ihr Drang nach Erfahrung und Wissen war sehr groß, dementsprechend umfangreich die Aus- und Weiterbildungen zur Yoga- und Entspannungstherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Ihre Kenntnisse gab sie bei Schulungen und in der eigenen Praxis als begleitende Therapeutin weiter.

„Wenn Bewegung und Klang auf uns wirken, erinnert sich unsere Seele, unser Körper und unsere Zellen an Grundordnungen der Ur-Energie, die letztlich ins Gleichgewicht führen. Wenn sich ein Mensch darauf einlässt und Inspiration oder gar Heilung erfährt, geschieht etwas sehr Tiefes, aber zugleich sehr Natürliches. In meiner Praxis durfte ich über viele Jahre Menschen dabei begleiten und es war eine große Bereicherung für mich selbst“, beschreibt Petra ihre Erfahrungen aus dieser Zeit.

Für die Sängerin wurde intensive Yoga-Praktik nachhaltig prägend. Denn wenn man sich viele Jahre dem Yoga hingibt, erhöht sich schließlich das Körperbewusstsein in eine sehr feine Frequenz, die Muskulatur ist tief entspannt und die Atmung ruhig und fließend. Wenn sich Körper und Geist in harmonischer Einheit befinden, kann sich die Stimme zur Urkraft hin entwickeln und wird zur Sprache der Seele.

Wenn Petra singt, ist diese spirituelle Tiefe spürbar. Ihre warme Stimme beschwört archaische Mystik, lässt die Klänge auf einem ganz besonderen Weg in Körper und Seele fließen. Diese Spürbarkeit kann so klar sein, dass sich ganz bedeutende Einsichten daraus ergeben, die heilsame und nachhaltige Veränderungen mit sich bringen.

„Wenn ich es vermag, mit meiner Stimme Herz und Seele der Menschen zu berühren, so – dass sie die lebensbejahende Hingabe spüren und sich dem Klang gerne anvertrauen möchten, dann bin ich beschenkt und es erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.“

Interviews/Reportagen: Marie Herrmann